Stoffleitungen, fehlender Schutzleiter, überlastete Stromkreise: Wir bringen Altbauten elektrisch auf den Stand der Technik – ohne den Charakter Ihres Hauses zu zerstören.
Viele Altbauten sehen wunderschön aus – Gründerzeit-Stuck, Holzdielen, hohe Decken. Hinter Wänden und unter Putz schlummert aber oft eine Elektroinstallation aus den 1950er- bis 1980er-Jahren: zu wenig Steckdosen, fehlender Schutzleiter, klassische Nullung statt FI-Schutzschalter, brüchige Leitungen. Im Alltag merkt man davon meist wenig – bis ein altes Gerät ausfällt, eine Sicherung dauerhaft fliegt oder die Versicherung im Schadensfall nachfragt, ob die Anlage normgerecht ist.
Wir sanieren Altbau-Elektrik substanzschonend, etappenweise und bewohnt. Dabei priorisieren wir nach Sicherheit, Budget und Bauablauf: Was ist akut nötig, was ist sinnvoll, was kann später kommen? Sie bekommen einen klaren Plan und ein verbindliches Festpreisangebot, bevor irgendetwas an Wänden oder Decken passiert.
Jeder Altbau hat sein eigenes „Schaltschrank-Profil". Diese Mängel sehen wir besonders häufig:
Das wichtigste Sicherheits-Update im Altbau: ein Fehlerstrom-Schutzschalter (FI/RCD) für alle Endstromkreise, in denen Personen Kontakt mit Strom haben können. Wir bauen FI Typ A für klassische Räume, FI Typ B für Räume mit Wechselrichtern (Wallbox, PV) ein – wo möglich, ohne den ganzen Verteiler tauschen zu müssen. Damit ist Ihre Anlage in den entscheidenden Punkten auf VDE 0100-410-Niveau, ohne dass die Wände aufgerissen werden.
Stemmarbeiten im bewohnten Altbau sind die Hölle für alle Beteiligten – für Sie, für uns und für die Substanz. Wir setzen deshalb auf einen Mix aus Techniken, der Stemmen auf das absolute Minimum reduziert:
Bei denkmalgeschützten Objekten – in Wiesbaden, Königstein und Frankfurt häufiger als man denkt – stimmen wir das Vorgehen mit der unteren Denkmalschutzbehörde ab. Stuck, historische Türen, Kassettendecken und alte Holzdielen bleiben unangetastet. Schalter und Steckdosen wählen wir bewusst in passenden, oft retro-anmutenden Designs (z. B. Berker 1930er-Serien), damit die Optik des Hauses gewahrt bleibt.
Sie müssen nicht ausziehen. Wir teilen die Sanierung in Etappen, sodass Sie zumindest Strom in den nicht-renovierten Räumen behalten. Eine typische Reihenfolge: Zählerschrank zuerst, dann Bad und Küche (kritisch für FI-Schutz), dann Wohnräume, am Ende Flur und Außenbereich. Zwischen den Etappen können Wochen liegen – ganz nach Ihrem Tempo und Budget.
Auch alte Häuser können „smart" werden – ohne dass Wände aufgerissen werden müssen. Mit funkbasierten Systemen wie Zigbee, Matter oder KNX-RF bringen wir Lichtsteuerung, Rollladenautomation und Heizungsregelung in den Bestand. Mehr dazu auf der Smart-Home-Seite.
Nach der Sanierung – oder als Prüfung vor dem Kauf einer Bestandsimmobilie – bieten wir den E-Check an. Sie bekommen ein Prüfprotokoll und die E-Check-Plakette, die für Versicherungen oft Pflicht ist. Bei vermieteten Wohnungen gibt das auch Mietern die Sicherheit, in einer geprüften Anlage zu wohnen.
Klar gegliedert, mit Bestandsaufnahme als Startpunkt – damit Sie wissen, worauf Sie sich einlassen.
Wir untersuchen Ihre Anlage vor Ort: Leitungstypen, Schutzleiter, FI, Verteiler, Anschlüsse. Sie bekommen einen ehrlichen Mängelbericht.
Gemeinsam priorisieren wir: Was ist kritisch, was ist sinnvoll, was kann warten? Daraus entsteht ein gestufter Plan.
Sie bekommen für jede Etappe einen Festpreis – Sie entscheiden, ob alles auf einmal oder in mehreren Stufen.
Wir arbeiten substanzschonend mit Schlitzfräse, Sauger und Schutzfolien. Sie können wohnen bleiben.
Nach jeder Etappe Prüfprotokoll und – wenn gewünscht – E-Check-Plakette. Für Sie und Ihre Versicherung.
Nein – nicht zwingend. Wir entscheiden anhand des Bestands: Stoffleitungen ohne Schutzleiter müssen raus. Aber moderne PVC-Leitungen mit Schutzleiter aus den 80er-/90er-Jahren können oft bleiben, wenn FI-Schutz nachgerüstet und die Belastbarkeit gemessen wird. So sparen Sie sich Stemmarbeit und Geld.
Bei einer 80-m²-Altbauwohnung liegen wir typischerweise zwischen 8.000 € und 18.000 € – abhängig vom Zustand der Anlage, der gewünschten Komfortstufe und davon, ob Smart-Home dazukommt. Wir kalkulieren Etappen einzeln, sodass Sie über Monate hinweg sanieren können.
Im bewohnten Zustand etwa 2–3 Wochen pro Etappe für eine Wohnung. Eine Komplett-Sanierung in Etappen kann sich über mehrere Monate ziehen, was viele Kunden bevorzugen. Bei kompletter Entkernung sind 2–3 Wochen für eine ganze Wohnung realistisch.
Ja, mit Zustimmung des Eigentümers. Bei reinen Sicherheitsmaßnahmen (FI-Schutz, neue Sicherungen) reicht meist eine Information; bei größeren Eingriffen brauchen wir die schriftliche Genehmigung der Eigentümerin oder Verwaltung. Wir helfen, das Schreiben zu formulieren.
In aller Regel ja. Wir arbeiten mit der Schlitzfräse parallel zur Wand, decken Böden mit Schutzfolien ab und führen Leitungen wo möglich durch Hohlräume. Bei besonders empfindlichen Objekten (Stuck-Decken, alte Vertäfelungen) ziehen wir die Leitungen über das Stockwerk darüber oder nutzen Funklösungen.
Ja, sogar besonders. Da im Altbau ohnehin viele Leitungen erneuert werden, kann man parallel Datenleitungen, Bus-Adern oder Funkrelais einbauen. Im Bestand gehen Funklösungen ohne neue Leitungen – Sie haben dann Lichtszenen, Rollladensteuerung und Heizungsautomation, ohne die Wände aufreißen zu müssen.
Hier finden Sie das gesamte Leistungsspektrum von DEW. Klicken Sie auf eine Leistung, um direkt zur passenden Seite zu wechseln.