KNX ist der weltweit etablierte, offene Standard für Gebäudeautomation – herstellerübergreifend, dezentral, ohne Cloud-Zwang und auf 20+ Jahre Lebensdauer ausgelegt. Wir planen, verkabeln, programmieren mit ETS und betreuen Ihre KNX-Anlage langfristig.
Wer heute „Smart Home" hört, denkt zuerst an Funk-Lösungen aus dem Konsumbereich: smarte Glühbirnen mit App, Thermostate per Akku, eine Bridge im Wohnzimmer. Das funktioniert für ein paar Komfortfunktionen erstaunlich gut – stößt aber dort an Grenzen, wo es um die zentrale Steuerung eines ganzen Gebäudes über zwanzig oder mehr Jahre geht. KNX wurde genau dafür entwickelt: ein offener, weltweit standardisierter Bus, an den jede Komponente jedes Herstellers angeschlossen werden kann, dezentral aufgebaut (jede Komponente trägt ihre eigene Logik), ohne Cloud-Zwang, ohne herstellergebundenen Server, ohne Abhängigkeit vom Internet. Wenn Sie heute eine KNX-Anlage planen, programmieren wir sie mit der ETS (Engineering Tool Software, der weltweit verbindlichen KNX-Programmierumgebung), übergeben Ihnen die ETS-Datei als digitales Backup, und Sie können die Anlage jederzeit von jedem zertifizierten KNX-Fachbetrieb erweitern oder umprogrammieren lassen.
Als Meisterbetrieb mit ETS-Zertifizierung planen, verkabeln und programmieren wir KNX-Anlagen in Wiesbaden, Frankfurt, Königstein und im Taunus – im Neubau und Komplettsanierung als Vollanlage, im Bestand häufig kombiniert mit KNX-RF-Funkkomponenten oder mit Zigbee/Matter-Brücken, wo das Verlegen der grünen Bus-Leitung zu aufwändig wäre. Wir arbeiten herstelleroffen mit den großen KNX-Herstellern: Gira, Jung, Berker, Busch-Jaeger, MDT, ABB, Theben, Siemens, Hager, Eltako, Albrecht Jung und vielen mehr. Welche Marke wo eingesetzt wird, hängt von Ihrer Tasterserie, der gewünschten Optik und dem Budget ab – nicht von einer Provisionsverpflichtung.
KNX deckt die gesamte Gebäudefunktion ab. Beleuchtung mit dimmbaren Lichtszenen und Tageslichtsensorik, Beschattung mit Rollläden, Jalousien und Markisen je nach Sonnenstand, Wetter, Wind und Anwesenheit, Heizung mit Einzelraumregelung pro Raum (Heizen, Kühlen, Lüften), Lüftung mit kontrollierter Wohnraumlüftung KWL, Sicherheit mit Anwesenheitssimulation, Alarmanlage und Glasbruchsensorik, Türsprechanlage von Gira, Siedle, Behnke oder Doorbird über KNX-Gateway, Multimedia mit Audio-Multiroom-Anbindung an Sonos oder Trivum, Wettererfassung über Wetterstation auf dem Dach, sowie Energiemanagement mit PV-Eigenverbrauchssteuerung, Wallbox-Lademanagement und intelligenter Lastabschaltung. Visualisierung läuft je nach Geschmack auf Wandtablets (z. B. Gira G1, Jung Smart Control, Basalte ASANO), auf der App, auf einem KNX-Touchpanel oder über Sprachsteuerung (Apple HomeKit, Google Home, Alexa über entsprechendes Gateway).
KNX ist als Bus-System organisiert: eine zwei- oder vieradrige grüne KNX-Busleitung (Y(St)Y 2×2×0,8) verbindet alle Komponenten, gespeist von einer 30-V-Spannungsversorgung im Verteiler. Logisch wird das Gebäude in Linien (typisch eine Linie pro Etage oder Wohnbereich) und Bereiche (Gruppen mehrerer Linien) aufgeteilt; bis zu 64 Geräte pro Linie, mehrere Linien werden über Linienkoppler gebündelt. Im Verteiler sitzen die Aktoren (Schaltaktoren für Licht, Dimmaktoren, Jalousieaktoren, Heizungsaktoren, Binäreingänge), in den Wänden die Taster, Glas-Tasterfelder, Touch-Panels und Bewegungs-/Präsenzmelder. Wir planen die Topologie so, dass sie zukünftige Erweiterungen aufnehmen kann – ohne dass die ganze Anlage neu programmiert werden muss.
Die ETS (Engineering Tool Software) ist das verbindliche Werkzeug für KNX-Programmierung – mit ihr legen wir Gruppenadressen, Verknüpfungen, Lichtszenen, Logikbausteine und Visualisierungen an. Nach Abschluss erhalten Sie das ETS-Projekt als Datei zum Mitnehmen, eine schriftliche Dokumentation aller Tasterbelegungen, eine Verteilerübersicht (welcher Aktor steuert was), eine Visualisierungs-Doku und eine Übergabe-Schulung. Damit ist Ihre Anlage nicht an uns gebunden: Jeder andere KNX-zertifizierte Fachbetrieb kann sie mit der ETS-Datei sofort verstehen und weiterbearbeiten – das ist einer der größten Unterschiede zu proprietären Smart-Home-Systemen.
Im Neubau und in der Kernsanierung legen wir die KNX-Busleitung parallel zur klassischen Stromverkabelung in alle Räume. In jedem Raum kommen ein bis zwei Tasterposition (Eingang, Sitzplatz), ggf. Präsenzmelder unter der Decke, Heizungsaktor pro Raum für die Einzelraumregelung, Bewegungssensor an Fluren und Treppen sowie Wandauslässe für KNX-Touch-Panels. Im Verteiler gibt es eine separate KNX-Reihe (Schaltaktor-Reihe, Dimmaktor-Reihe, Jalousieaktor, Heizungsaktor, Spannungsversorgung, Linienkoppler). Wir planen die Anlage zusammen mit dem Architekten oder Generalunternehmer und sorgen dafür, dass alles passt, bevor der Estrich kommt.
Eine vollständige KNX-Installation im Bestand ist möglich, aber häufig nicht wirtschaftlich – die grüne Busleitung müsste in jeder Wand neu verlegt werden. Pragmatischer und genauso flexibel ist die Kombination aus KNX-Bus an strategischen Punkten (z. B. im Verteiler, im Treppenhaus) und KNX-RF-Funkkomponenten (Funktaster, Funk-Heizungsthermostate, Funk-Jalousieaktoren) bzw. einem Gateway zu Zigbee oder Matter. So bekommen Sie KNX-Komfort, ohne den Putz wegzustemmen. Wir beraten Sie ehrlich, welche Hybridlösung für Ihren Bestand die beste ist.
Mit zunehmender Verbreitung von Photovoltaik, Batteriespeicher und Wallbox wird KNX immer mehr auch Energiemanager. Schaltaktoren mit Strommessung erfassen den Verbrauch jedes Stromkreises, Logikbausteine entscheiden, ob die Spülmaschine bei PV-Überschuss starten soll, oder ob die Wallbox auf 100 % Solarmodus laufen kann. Wir koppeln KNX an Wechselrichter (KOSTAL, SMA, Fronius, Huawei, Solaredge), Wärmepumpen und intelligente Wallboxen (KEBA, ABL, go-e, MENNEKES Amtron) – und Sie sehen auf Ihrer Visualisierung, was tatsächlich passiert.
KNX ist nicht das günstigste Smart-Home-System – aber das wirtschaftlichste über Lebensdauer betrachtet. Eine vollständige KNX-Anlage in einem Einfamilienhaus liegt im mittleren bis oberen fünfstelligen Bereich, abhängig von Funktionsumfang, Gerätezahl und gewählter Tasterserie. Dafür halten KNX-Komponenten regelmäßig 20+ Jahre, Sie haben keine wiederkehrenden Lizenzkosten, keine Cloud-Abhängigkeit und können die Anlage etappenweise erweitern. Wir kalkulieren mit Ihnen offen verschiedene Varianten – von „KNX nur dort, wo es wirklich Sinn ergibt" bis „voll integriertes Hausautomations-Konzept".
Welche Räume? Welche Funktionen? Welcher Komfort? Welches Budget? Daraus entsteht der Funktionsumfang Ihrer Anlage.
Linien, Bereiche, Aktorenliste, Tasterbelegung, Verteilerplan, Heizungsregelung, Visualisierung – alles vor der Verkabelung definiert.
Grüne Busleitung in alle relevanten Räume, Aktoren im Verteiler, Spannungsversorgung, Linienkoppler – sauber dokumentiert.
Gruppenadressen, Verknüpfungen, Lichtszenen, Logikbausteine, Visualisierungs-Layout – mit ETS feinjustiert auf Ihren Alltag.
Schulung der Bewohner, schriftliche Doku, ETS-Datei, Visualisierungs-Backup – Ihre Anlage ist herstellerunabhängig erweiterbar.
ISO/IEC 14543-3, weltweit über 500 Hersteller – Ihre Anlage ist nicht an einen Anbieter gebunden.
KNX-Komponenten halten Jahrzehnte, ohne wiederkehrende Lizenzkosten oder Cloud-Abhängigkeit.
Logik liegt im Aktor, nicht im Internet – funktioniert auch wenn die DSL ausfällt oder der Anbieter pleite ist.
Wir arbeiten mit der offiziellen Engineering Tool Software – Ihre Anlage ist normgerecht programmiert und dokumentiert.
PV, Wallbox, Wärmepumpe und Speicher in eine Steuerung – KNX wird Ihr zentraler Energiemanager.
Erweiterungen, Updates, Bugfixes – wir bleiben Ihr fester Ansprechpartner über die Lebensdauer der Anlage.
Faustregel im Einfamilienhaus: ein voll integriertes KNX-System mit Licht, Beschattung, Heizung, Visualisierung und Energiemanagement liegt im mittleren bis oberen fünfstelligen Eurobereich. Reduziert man auf Kernfunktionen (z. B. nur Licht und Beschattung), beginnt es deutlich darunter. Wir kalkulieren transparent mehrere Varianten und besprechen mit Ihnen, was wirklich Sinn ergibt.
Faustregel: Bauen Sie neu oder kernsanieren und denken langfristig (20+ Jahre)? Dann ist KNX die wirtschaftlichste Wahl. Wohnen Sie in einer Bestandswohnung und möchten schrittweise nachrüsten? Dann sind Zigbee oder Matter ein guter Kompromiss aus Komfort und Aufwand – KNX-RF kann das ergänzen, wenn Sie später doch upgraden möchten.
Nein – das ist gerade der Vorteil von KNX. Sie können Tasterserien von Gira mit Aktoren von MDT mit Heizungsreglern von Theben kombinieren. Bei einem Defekt tauschen Sie das Gerät gegen ein KNX-Pendant eines beliebigen anderen Herstellers, ohne die Anlage neu programmieren zu müssen.
Ja – das ist ein Kernvorteil. Die gesamte Logik liegt dezentral in den Aktoren und Sensoren, der Bus arbeitet rein lokal. Internet brauchen Sie nur für externe Funktionen wie Wetterdaten, Fernzugriff per App oder Sprachsteuerung – und auch das lässt sich ohne Cloud realisieren.
Ja – fast unbegrenzt. Eine KNX-Linie verträgt 64 Geräte, und mit Linienkopplern lassen sich beliebig viele Linien koppeln. Wenn die Anlage von Anfang an mit Reserven geplant wurde (was wir immer tun), ergänzen wir auch nach 10 Jahren noch eine Wetterstation, einen Bewegungsmelder oder einen Gartenkreis – ohne dass die Bestandsanlage angefasst werden muss.
Vollständige ETS-Datei (digital), schriftliche Doku der Tasterbelegung, Verteilerübersicht, Visualisierungs-Backup, Schulung der Bewohner. Damit ist Ihre Anlage von jedem zertifizierten KNX-Fachbetrieb sofort verstehbar und weiterbearbeitbar.
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