Leistung

Netzwerkinstallation

Strukturierte Verkabelung in Cat 6 oder Cat 7, Glasfaser bis ins Wohnzimmer und WLAN-Mesh, das wirklich überall funktioniert: Wir bauen Ihr Heim- oder Büronetzwerk auf.

Strukturierte Netzwerkverkabelung – das Rückgrat eines modernen Gebäudes

Was Stromleitungen für die Energieversorgung sind, sind Datenleitungen heute für jedes Gebäude: das unsichtbare Rückgrat, das Streaming, Homeoffice, Videocalls, Smart Home, Sicherheitstechnik, Wallbox-Lademanagement und Photovoltaik-Monitoring zuverlässig miteinander verbindet. WLAN ist bequem und wird in den nächsten Jahren immer leistungsfähiger – aber für stationäre Geräte (TV, Spielekonsole, Arbeitsplatz, NAS, Drucker, Access Points selbst) ist eine fest verlegte Datenleitung unschlagbar: latenzarm, störungsfrei, abhörsicher und vor allem: zuverlässig auch in zehn Jahren noch. Eine strukturierte Netzwerkverkabelung ist deshalb fester Bestandteil jeder ernsthaften Elektroplanung im Neubau – und im Bestand eine der lohnendsten Aufrüstungen, die Sie machen können.

Als Elektro-Meisterbetrieb planen, verlegen und konfigurieren wir komplette Netzwerklandschaften – von der einzelnen Datendose neben dem Schreibtisch bis zur kompletten Hausverkabelung mit Patchschrank, Glasfaserübergabe vom Provider, PoE+-Versorgung für Access Points und Überwachungskameras, WLAN-Mesh mit nahtlosem Roaming und einer sauberen VLAN-Trennung zwischen Heimnetz, Smart-Home-Geräten, Gast-WLAN und Geschäftsnetz. Dabei arbeiten wir nicht „nach Bauchgefühl", sondern nach den einschlägigen Normen: DIN EN 50173 (Anwendungsneutrale Kommunikationskabelanlagen), DIN EN 50174 (Installation), TIA-568 für Steckverbindungen sowie den Vorgaben des Netzbetreibers für die Glasfaserübergabe.

Cat 6, Cat 6A, Cat 7 und Cat 8 – welche Kategorie für was

Die Wahl der Kabelkategorie entscheidet, was Sie in fünf, zehn und zwanzig Jahren über die Leitung bekommen. Cat 6A ist heute der vernünftige Standard für Wohngebäude und kleinere Büros: 10 Gigabit Ethernet bis 100 Meter, dauerhaft tauglich auch für PoE++ (60 Watt). Cat 7 / Cat 7A ist enger spezifiziert und besonders gut geschirmt – wir setzen es bevorzugt im gewerblichen Umfeld und überall dort ein, wo später hohe Bandbreiten oder besondere Schirmungsanforderungen bestehen. Cat 8 (40 Gigabit auf 30 Meter) lohnt sich vor allem für Rechenzentrums- und Server-Backbones; im normalen Wohnbereich ist es überdimensioniert. Wir empfehlen Ihnen ehrlich die Kategorie, die zu Ihrer Nutzung passt – und nicht die teuerste, nur weil sie verfügbar ist.

Datendosen, Patchfeld und Netzwerkschrank

Eine saubere Verkabelung beginnt mit der Sterntopologie: Jede Datendose im Haus geht direkt zum zentralen Patchfeld – kein Kabelsalat, kein Daisy-Chain. Im Wohnzimmer rechnen wir mit mindestens vier Anschlüssen (TV, Konsole, Mediaplayer, Reserve), im Arbeitszimmer mit vier bis sechs (PC, Drucker, NAS, Telefon, Reserve), in jedem Schlafzimmer mit zwei. An strategischen Punkten unter der Decke endet die Verkabelung in Access-Point-Anschlüssen; auf der Außenseite an PoE-Kamerapunkten. Im Patchschrank – bei kleineren Anlagen ein 19"-Wandschrank in 9 oder 12 HE, bei größeren ein Standschrank in 22 bis 42 HE – montieren wir Patchfeld, Switch (managed bzw. PoE+), Router, Firewall sowie auf Wunsch USV, NAS und Patchpanel-Beschriftung. Alles dokumentiert, jeder Port beschriftet, jede Strecke gemessen.

Messen statt vermuten – Abnahmeprotokoll inklusive

Eine Datenleitung kann optisch perfekt aussehen und trotzdem deutlich unter ihrer spezifizierten Leistung liegen – weil das Kabel zu eng gebogen wurde, der Stecker schief gequetscht ist, Adernpaare aufgedreht oder Kabel zu nahe an Stromleitungen verlegt sind. Wir messen jede installierte Strecke mit einem zertifizierten LAN-Tester (Class-EA / Class-FA) und übergeben Ihnen ein Abnahmeprotokoll mit den Werten für NEXT, Return Loss, Skew, Wiremap und Längen pro Adernpaar. So wissen Sie schwarz auf weiß, dass Ihre Anlage die spezifizierte Klasse tatsächlich erreicht – wichtig für Gewährleistung und auch im Schadensfall.

Glasfaser bis ins Haus – und wohin damit?

FTTH (Fiber to the Home) ist auf dem Vormarsch: Mainova, Süwag und Telekom rüsten in Wiesbaden, Frankfurt und im Taunus aktiv aus, immer mehr Häuser bekommen Glasfaser bis in den Hausanschlussraum. Damit das tatsächlich Geschwindigkeit auf der Couch bringt, muss die Glasfaserübergabe sauber im Hausanschlussraum sitzen, der ONT (Glasfaser-Modem) braucht Platz und Strom, und der dahinter liegende Router/Firewall muss die Bandbreite tatsächlich verarbeiten. Wir koordinieren die Glasfaserübergabe mit dem Provider, montieren den ONT in Ihrem Patchschrank und bauen das Heimnetz so auf, dass die Bandbreite auch bei den Endgeräten ankommt – inklusive 2,5- bzw. 10-Gigabit-Ports am Switch, wo sinnvoll.

WLAN-Mesh, das wirklich überall funktioniert

Ein einzelner Router im Schrank oder Keller ist in den meisten Häusern keine ausreichende WLAN-Lösung – Beton, Stahlmatten und mehrere Stockwerke machen jedem Funksignal das Leben schwer. Wir planen WLAN als Mesh: zwei bis sechs Access Points (je nach Wohnfläche), strategisch so verteilt, dass sich ihre Funkfelder leicht überlappen. Wichtig dabei: Die Access Points werden per Datenkabel angebunden („wired backhaul"), nicht per Funk – sonst halbiert sich die Bandbreite mit jeder Etage. Wir setzen je nach Anforderung auf UniFi, Aruba Instant On, AVM FRITZ!Repeater Pro, TP-Link Omada oder Mikrotik. Roaming, Band-Steering (2,4 GHz, 5 GHz, 6 GHz mit Wi-Fi 6E/Wi-Fi 7) und nahtloses Umschalten beim Gehen durchs Haus sind Standard.

PoE+ für Access Points, Kameras, Türsprechanlage und mehr

Power over Ethernet (PoE+/PoE++) versorgt netzwerkfähige Geräte über die Datenleitung mit Strom – sehr praktisch für Access Points unter der Decke, Außen- und Innenkameras, IP-Türsprechanlagen, IP-Telefone und kleine Computer. Wir setzen managed PoE-Switches ein, die jeden Port einzeln überwachen und im Fehlerfall automatisch zurücksetzen können. Strecken über 100 Meter lösen wir mit PoE-Extendern oder zwischengeschaltetem Glasfaser-Backbone. Sicherheit und Komfort werden so erheblich erhöht, ohne dass Sie zusätzliche Steckdosen verlegen müssen.

VLAN, Firewall und sichere Netztrennung

In einem modernen Haushalt teilen sich oft 30 bis 80 Geräte ein Netzwerk: Smartphones, Notebooks, Smart-TVs, Sprachassistenten, Saugroboter, Heizungssteuerung, Wallbox, PV-Wechselrichter, smarte Lampen, Türsprechanlage, NAS, Drucker, Spielkonsolen. Nicht alle davon sollen miteinander reden können. Wir richten VLANs (virtuelle Netze) ein, die Heimnetz, IoT/Smart Home, Gäste-WLAN, Kamera-Netz und – im Gewerbe – Geschäftsnetz sauber voneinander trennen. Eine Firewall (z. B. UniFi Dream Machine, OPNsense, FortiGate, Sophos) regelt, was zwischen den Netzen erlaubt ist. So ist eine kompromittierte smarte Glühbirne kein Sprungbrett zu Ihrem NAS oder Ihrer Buchhaltung mehr.

Auch im Bestand – mit Köpfchen statt Stemmeisen

Im Altbau ziehen wir Datenleitungen so substanzschonend wie möglich: durch Leitungsschächte, Kabelkanäle, hinter Sockelleisten, in Hohlräume von Trockenbauwänden oder durch alte Schornsteine, die nicht mehr genutzt werden. Wo Leitungswege fehlen, kombinieren wir Datenstrecken mit aufputzgeführten Kabelkanälen in passenden Farben oder nutzen die Bestandselektroinstallation während einer Renovierung mit. Bei reinen Funklösungen (z. B. in denkmalgeschützten Wohnungen) planen wir hochwertige Mesh-Systeme mit drahtlosem Backhaul auf 6 GHz – dann fällt der Verlust durch das fehlende Datenkabel deutlich kleiner aus.

Netzwerk fürs Büro und kleine Unternehmen

Im gewerblichen Umfeld erweitern wir das Konzept: redundante Internetanbindung (DSL plus LTE/5G-Failover), VPN-Zugriff für Homeoffice, Tunneling zu Cloud-Diensten, Telefonanlage über VoIP, getrennte Netze für Buchhaltung und Produktion, Patchschrank mit USV-Absicherung und Monitoring auf einem zentralen Dashboard. Auch hier liefern wir Doku, Beschriftung und Abnahmeprotokoll – und stehen für regelmäßige Wartung, Updates und Erweiterungen langfristig zur Verfügung.

Ablauf

So entsteht Ihr Netzwerk

  1. Bedarfsanalyse

    Wie viele Datenpunkte? Welche Geräte? Welche Bandbreite jetzt – und in fünf Jahren? Daraus entsteht das Konzept, nicht aus dem Katalog.

  2. Planung & Festpreis

    Topologie, Datenpunktliste, Schrankplan, Switch- und Access-Point-Auswahl, VLAN-Konzept – alles dokumentiert, dann Festpreisangebot.

  3. Verlegung & Patchschrank-Aufbau

    Sternförmige Cat-6A-/Cat-7-Strecken zum Patchfeld, sauber konfektioniert, beschriftet, im 19"-Schrank organisiert.

  4. Konfiguration & WLAN-Mesh

    Switch, Router, Firewall und Access Points werden eingerichtet, VLANs aufgesetzt, WLAN ausgeleuchtet und optimiert.

  5. Messung & Übergabe

    Jede Strecke wird zertifiziert gemessen, das Abnahmeprotokoll mit Leistungsdaten geht an Sie. Einweisung der Bewohner inklusive.

Ihre Vorteile

Warum Netzwerkinstallation von DEW

Stabil und schnell

Kabel statt Funk dort, wo Latenz und Bandbreite zählen – Streaming, Calls, Smart Home reagieren spürbar besser.

Sicher dank VLAN

IoT-Geräte, Gäste und Hauptnetz sauber getrennt – ein gehackter Saugroboter sieht Ihren NAS nicht.

Zukunftssicher

Cat 6A / Cat 7 trägt 10 Gigabit – Ihre Anlage ist auch in 15 Jahren noch zukunftstauglich.

Sauberer Patchschrank

19"-Schrank, beschriftete Patchfelder, ordentliche Kabelführung – nicht das Kabelchaos hinter dem Schrank.

WLAN, das überall geht

Mesh mit kabelgebundenem Backhaul, optimiert auf Ihre Wohnfläche – nahtloses Roaming durchs ganze Haus.

Messprotokoll inklusive

Jede Strecke zertifiziert gemessen – Sie haben den Beweis, dass die Leistung wirklich anliegt.

Häufige Fragen

FAQ zur Netzwerkinstallation

Reicht für Streaming und Homeoffice nicht einfach gutes WLAN?

Für mobile Geräte ja – aber stationäre Geräte wie TV, Gaming, Arbeitsplatz, Drucker, NAS und Access Points selbst profitieren erheblich von einer kabelgebundenen Anbindung. Sie ist nicht nur schneller, sondern vor allem stabiler und latenzärmer. Für Videocalls und Smart-Home-Steuerungen ist das oft der Unterschied zwischen „funktioniert" und „funktioniert zuverlässig".

Welche Kabelkategorie ist sinnvoll?

Im normalen Wohnbereich empfehlen wir Cat 6A: bis 10 Gigabit, voll PoE++ -tauglich, 100 Meter Reichweite, gut bezahlbar. Cat 7 / 7A nutzen wir bei höheren Schirmungs-Anforderungen oder im Gewerbe. Cat 8 ist nur für Server- und Rechenzentrums-Backbones sinnvoll – im Haus überdimensioniert.

Wie viele Datendosen brauche ich pro Raum?

Faustregel: Wohnzimmer 4 Anschlüsse (TV, Konsole, Mediaplayer, Reserve), Arbeitszimmer 4–6, Schlafzimmer 2, Küche 1–2 (Smart-Home), HWR/Technikraum 4+. Wir empfehlen mindestens eine Dose pro Raum sowie strategische Decken-Anschlüsse für Access Points.

Lässt sich Netzwerk auch nachträglich einbauen?

Ja, fast immer. Wir nutzen Leitungsschächte, Hohlräume in Trockenbauwänden, Sockelleisten, ungenutzte Schornsteine oder verlegen entlang der Bestandselektroinstallation während einer Renovierung. Wo Stemmen unvermeidlich ist, klären wir es vorab und halten die Eingriffe so klein wie möglich.

Was kostet eine Netzwerkinstallation?

Im Einfamilienhaus mit ca. 15 Datenpunkten plus Patchschrank, Switch und WLAN-Mesh liegt der Festpreis im mittleren vierstelligen Bereich – inkl. Material, Verlegung, Konfektionierung und Messprotokoll. Im Gewerbe richtet sich der Preis nach Anzahl Punkten, Schrank, aktiver Technik und Service-Anforderungen. Wir kalkulieren transparent zum Festpreis nach Bedarfsanalyse.

Bekomme ich ein Messprotokoll?

Ja – das ist Teil unserer Standardabwicklung. Wir messen jede installierte Strecke zertifiziert (Class EA / Class FA) und übergeben Ihnen das Protokoll mit allen relevanten Werten. So ist die Anlage gewährleistungssicher dokumentiert.

Übersicht

Alle Leistungen auf einen Blick

Hier finden Sie das gesamte Leistungsspektrum von DEW. Klicken Sie auf eine Leistung, um direkt zur passenden Seite zu wechseln.

Sauberes Netzwerk gefällig?

Wir schauen uns Ihren Grundriss an und schlagen ein durchdachtes Konzept vor – mit Festpreis, Termin und Messprotokoll.